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Tagblatt vom 4.12.2000, Stadt St. Gallen Füllfederhalter statt TastaturIn Windeseile hingekritzelt: Kürzlich ist in St. Gallen das Ostschweizerische Stenowettschreiben durchgeführt worden. Früher gehörte die Stenografie zur kaufmännischen
Grundausbildung, heute hat sie sich zu einer Art Geheimschrift entwickelt.
Für Uneingeweihte gleicht die Stenografie schnell hingeschriebenen
Hieroglyphen. Gegenbewegung Wie es in einer Medienmitteilung heisst, zeichne sich in der heutigen
Zeit, in der sich der schriftliche Verkehr immer mehr zum PC verlagere,
eine Gegenbewegung ab. «Es gibt Leute, denen eine gepflegte Handschrift
wieder wichtig ist.» Ein Zeichen dafür sei das gut besuchte Angebot an
Kalligrafie- und Papierschöpfkursen. Und in diese Art von Handschriften
reihe sich auch die Stenografie ein. Bei den verschiedenen
Stenowettbewerben gelte das Schönschreiben immer noch als Königsdisziplin.
Nebst Schreibfehlern würden auch die Sauberkeit und Exaktheit der Schrift
bewertet. Auch für Fremdsprachen «Die Kurz-Handschrift, die aus Elementen der Langschrift aufgebaut ist,
hat den Vorteil, dass Vorträge, Gedanken und Ideen schnell, Platz sparend
und zu jeder Zeit notiert werden können», heisst es in der Mitteilung
weiter. Auch schärfe sie das Sprachbewusstsein und sei ein ideales
Gehirntraining. pd/juk Tagblatt-Online Archiv © by St.
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